Die Behandlung von Verstopfung bei älteren Menschen muss mit Vorsicht angegangen werden, da sie anfälliger für mögliche Folgen von Verstopfung sind. Bei den meisten, einschließlich älteren Menschen, ist der erste einzuleitende Schritt bei der Behandlung von Verstopfung eine Änderung der Essgewohnheiten. Es ist wichtig, Änderungen der Lebensweise und Essgewohnheiten zu fördern und ihre Vorteile gegenüber einer medikamentösen Behandlung hervorzuheben.

Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass eine hohe Ballaststoffzufuhr Symptome von Verstopfung merklich lindern kann. Dabei ist zu betonen, dass dabei nicht die Erhöhung der Ballaststoffzufuhr an sich, sondern die ausreichende Menge an konsumierten Ballaststoffen ausschlaggebend ist. Fakt ist, dass die Ernährung eines Großteils der Bevölkerung, insbesondere in der westlichen Welt, kaum Ballaststoffe enthält. Bei der Erhöhung der Ballaststoffzufuhr ist Vorsicht geboten, da eine plötzliche Erhöhung eine Verschlechterung der Symptome verursachen kann. Es empfiehlt sich, die Zufuhr löslicher und unlöslicher Ballaststoffe zu erhöhen, was bedeutet, dass neben mehr Obst und Gemüse auch vollwertiges Getreide in die Ernährung aufgenommen werden sollte. Einige epidemiologische Studien haben bestätigt, dass sich grüne Kiwis und Dörrpflaumen wohltuend auf die Verdauung auswirken, während unreife Bananen nicht zu empfehlen sind. Kiwis und Dörrpflaumen erhöhen die Häufigkeit des Stuhlgangs und das Stuhlvolumen. Der Stuhl ist weicher und der Genuss dieser Lebensmittel denkbar einfach. Unreife Bananen sind reich an sogenannter resistenter Stärke (resistent gegen Amylase, ein Enzym, das Stärke aufspaltet), deshalb wird bei Verstopfung von ihrem Genuss abgeraten, um die Symptome nicht noch zu verschlimmern. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass Verstopfungsbeschwerden auch durch den Genuss von Fisch gelindert werden können.

Von entscheidender Bedeutung ist auch eine gesunde Darm-Mikroflora. Auch wenn es keine Untersuchungen gibt, die eine Verbindung zwischen dem Genuss von Probiotika und der Linderung von Verstopfung belegen würden, ist ihr Genuss für ältere Menschen dennoch zu empfehlen, da sie die Vermehrung von Bifidobakterien anregen, deren Anzahl im Darm mit dem Alter abnimmt. Studien haben gezeigt, dass sich die Zusammensetzung der Darm-Mikroflora mit dem Alter ändert: Die Anzahl der nützlichen Bakterien aus der Gattung Bifidobacterium nimmt ab, was sich indirekt auf das Auftreten von Verstopfung auswirken kann.

Nützliche Tipps

  • Erhöhen Sie Ballaststoffzufuhr auf die empfohlene Menge von 25 bis 30 g pro Tag, aber bitte allmählich, um eine Verschlechterung der Symptome zu vermeiden.
  • Empfohlen Obstsorten: Äpfel, Birnen, Himbeeren und Dörrobst (insbesondere Pflaumen).
  • Empfohlene Gemüsesorten: Karotten, Zucchini, Kürbisse, Rüben, Hülsenfrüchte, Sellerie.
  • Empfohlene Getreidesorten: Haferflocken, brauner Reis, Produkte aus vollwertigem Getreide, Buchweizen, Hirse.
  • Nehmen Sie auch Leinsamen und Chiasamen in Ihre Ernährung auf.
  • Genießen Sie mehr probiotischen Joghurt und Kefir sowie Lebensmittel, die von Natur aus reich an Probiotika sind (eingelegte Gurken ohne Essig, Mozzarella, unpasteurisiertes Sauerkraut, Cheddar).
  • Meiden Sie unreife Bananen, Weißmehlprodukte, fettiges und stark gewürztes Essen, alkoholische Getränke, kohlensäurehaltige süße Erfrischungsgetränke, Süßigkeiten und Knabbereien sowie geräucherte Produkte.
  • Genießen Sie möglichst wenig nicht fermentierte Milchprodukte (z. B. Milch).
  • Steigern Sie Ihre körperliche Aktivität, sofern es Ihre Gesundheit zulässt. Körperliche Aktivität ist nicht nur für die Beweglichkeit des Darms sehr wichtig, sondern auch für die Stimmung und Lebensqualität. Besonders nützlich und empfehlenswert für ältere Personen ist Nordic Walking.
  • Trinken Sie ausreichend Flüssigkeit. Dies ist eine der wichtigsten Regeln, insbesondere bei einer gleichzeitigen Erhöhung der Ballaststoffzufuhr. Nur mit genügend Flüssigkeit können die Ballaststoffe aufquellen und ihre Funktion erfüllen. Eine unzureichende Flüssigkeitszufuhr oder Dehydration führt zu kompaktem, hartem Stuhl. Bei Patienten mit Herz- oder Nierenleiden muss die Flüssigkeitszufuhr kontrolliert werden. In diesen Fällen kann der Bedarf an einer entsprechenden Hydrierung des Körpers eingeschränkt sein.

Es muss für eine ausgewogene Ernährung gesorgt und betont werden, dass diese der erste Behandlungsschritt vor allen anderen medizinischen Eingriffen ist. Hilft eine Änderung des Lebensstils und der Essgewohnheiten nicht weiter, folgt die Behandlung mit osmotischen Abführmitteln.

Osmotische Abführmittel sind für Patienten geeignet, die auf eine erhöhte Ballaststoffzufuhr nicht ansprechen. Bei der Wahl eines geeigneten Abführmittels ist stets die relevante Anamnese des Patienten, insbesondere der Zustand von Herz und Nieren, mögliche Interaktionen mit anderen Medikamenten und/oder Nahrungsergänzungsmitteln sowie mögliche unerwünschte Wirkungen, zu berücksichtigen.

 

Eine gute Wahl ist das natürliche Mineralwasser Rogaska Donat Mg. Aufgrund des hohen Sulfatsalzgehalts zählt Rogaska Donat Mg zu den natürlichen osmotischen Abführmitteln. Es ist klinisch bewiesen, dass das Trinken von 0,3 l Rogaska Donat Mg morgens auf nüchternen Magen und 0,2 l vor dem Abendbrot die Verdauung anregt. Rogaska Donat Mg wird vom Körper gut vertragen, hat keine schädlichen Nebenwirkungen und verursacht keine Abhängigkeit.

 

Für Patienten, die an chronischem Nierenversagen, Alkalose oder einem verlangsamten Herzschlag leiden, ist Rogaska Donat Mg nicht geeignet.

Neben dem Genuss von Rogaska Donat Mg sollte stets auf eine ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise geachtet werden.