Da Sie dies hier lesen, haben Sie das brennende Gefühl namens Sodbrennen vermutlich schon selbst erlebt. Wenn das nicht der Fall ist und Sie nur aus Neugier hier sind, können Sie sich mehr als glücklich schätzen!

Obwohl äußerst unangenehm, ist Sodbrennen in der Regel nicht gefährlich, da es meist recht schnell wieder vorbei ist. Scheint Ihr aktuelles Sodbrennen jedoch einfach nicht aufhören zu wollen, gehören Sie vielleicht zu denjenigen, die sich fragen, wie lange Sodbrennen eigentlich dauern kann.

Es ist auf jeden Fall gut, vorbereitet zu sein und zumindest eine ungefähre Vorstellung von diesem unglaublich lästigen Problem zu haben, deshalb lohnt es sich weiterzulesen.

Zurück zu den Grundlagen: Was ist Sodbrennen?

Seien Sie nicht böse, wenn Sie die Definition bereits kennen. Wir möchten einfach nur sichergehen, dass wirklich jeder versteht, was in seinem Körper vorgeht. Geben Sie uns also ein paar Minuten Zeit um die Grundlagen zu klären, bevor wir zum Hauptteil übergehen😉.

Auch wenn es im englischen als „heartburn“ (wortwörtlich „Herzbrennen“) bezeichnet wird, hat Sodbrennen nicht wirklich etwas mit dem Herzen zu tun. Dennoch kann es von herzinfarktähnlichen Symptomen begleitet werden. Der Begriff Sodbrennen beschreibt die Reaktion, die auftritt, wenn die Muskeln am unteren Ende der Speiseröhre geschwächt sind, die sich normalerweise zusammenziehen, sobald sie die Nahrung in den Magen gelassen haben. Wenn die Muskeln nicht stark genug sind, kann Säure aus dem Magen in die Speiseröhre entweichen und bis in den Rachen und den Mund zurückfließen.

Dies verursacht das unangenehme Gefühl, das als Sodbrennen bekannt ist und auf verschiedene Weise behandelt werden kann. Wenn Sie es nicht gewohnt sind, oder das Gefühl haben, dass sich die Symptome einfach nicht zu bessern scheinen, kann das ganze beunruhigender werden.

Wie lange hält Sodbrennen also an?

Leider ist es schwierig zu sagen, wie lange Ihr Sodbrennen dauern wird, da dies von jedem Einzelnen abhängt. Bei manchen Menschen verschwindet es schon nach ein paar Minuten wieder, bei anderen kann es hingegen mehrere Stunden oder sogar Tage anhalten.

Falls Sie eine mildere Form von Sodbrennen erleben, die für gewöhnlich nach dem Verzehr bestimmter Lebensmittel auftritt, werden die Symptome nur so lange anhalten, bis Ihr Körper die Mahlzeit verdaut hat. Die Symptome können auch wiederkehren, wenn Sie sich hinlegen oder bücken, da dies zusätzlichen Druck auf den Schließmuskel ausübt.

Wenn Sie nicht zu den „Glücklichen“ gehören, die nur tagsüber Sodbrennen bekommen, werden Sie sich vielleicht fragen, wie lange nächtliches Sodbrennen dauert. Diese Form ist bekanntlich die schmerzhafteste, die einen die ganze Nacht wach halten kann, zugleich aber auch die gefährlichste, da die Magensäure länger in der Speiseröhre verbleibt und diese dadurch mehr Schaden nimmt. Nächtliches Sodbrennen kann auch auf eine ernstere Grunderkrankung hindeuten, die mit einem Arzt abgeklärt werden sollte.

Wenn Anzeichen von Sodbrennen auftreten, wenden Sie sich so bald wie möglich an Ihren Arzt.

Ist Sodbrennen gefährlich?

Wie bereits erwähnt, ist leichtes Sodbrennen, das schnell von alleine oder durch die Einnahme von rezeptfreien Medikamenten wieder vergeht, in der Regel ungefährlich.

Bei chronischem Sodbrennen, der sogenannten gastroösophagealen Refluxkrankheit (GERD), handelt es sich hingegen um eine Erkrankung, die ernsthafte Komplikationen und dauerhafte Schäden in der Speiseröhre verursachen kann, die sogar zu Krebs führen können.

Kann man also an Sodbrennen bzw. GERD sterben? Die kurze Antwort lautet: Ja. Wenn Magensäure zu häufig in die Speiseröhre gelangt oder dort zu lange verweilt, kann sie dem Körper schwere Schäden zufügen.

Lassen Sie uns einen genaueren Blick auf ein paar ernsthafte Erkrankungen werfen, die durch GERD verursacht werden können:

1. Ösophagitis

Bei Ösophagitis handelt es sich um eine Entzündung der Speiseröhre. Dieser Zustand führt zu Problemen oder Schmerzen beim Schlucken sowie Halsschmerzen, Heiserkeit und Sodbrennen.

Bleibt eine Ösophagitis unbehandelt, kann es zu Geschwüren, Narbenbildung und sogar zu einer Verengung der Speiseröhre kommen. Darüber hinaus kann eine Ösophagitis auch das Krebsrisiko erhöhen.

2. Speiseröhrengeschwür

Die übermäßig häufige Einwirkung von Magensäure kann zu einer chronischen Entzündung der Speiseröhre führen, was die perfekte Umgebung für die Entstehung von Geschwüren darstellt.

Diese Erkrankung geht mit Symptomen einher, die neben Sodbrennen auch Verdauungsstörungen, Schluckbeschwerden, Übelkeit, Bauchschmerzen, Blut im Stuhl und andere umfassen.

Ein unbehandeltes Geschwür kann zu ernsthaften Komplikationen wie einem Riss in der Speiseröhre oder Blutungen im oberen Magen-Darm-Bereich führen.

3. Aspirationspneumonie

Während einer Sodbrennattacke steigt die Magensäure normalerweise in Rachen oder Mund auf, sie kann aber auch in die Lunge gelangen. Dies hat natürlich negative Auswirkungen auf die Lunge, und ist diese nicht in der Lage, sich eigenständig von der Säure zu befreien, kann dies zu einer Lungeninfektion führen, die als Aspirationspneumonie bezeichnet wird.

Die Erkrankung geht in der Regel mit Schmerzen in der Brust, hohem Fieber, Husten, Kurzatmigkeit, allgemeiner Müdigkeit und sogar einer Blaufärbung der Haut einher.

Wird die Entzündung nicht umgehend behandelt, kann der Zustand sehr ernst werden und sogar tödlich enden. Deshalb ist es äußerst wichtig, einen Arzt aufzusuchen, um Komplikationen zu verhindern.

During heartburn attack, you are often coughing.

4. Barrett-Ösophagus

Eine chronische Schädigung der Speiseröhre durch Magensäure kann zu Veränderungen in den Plattenepithelzellen führen, die ihre Auskleidung bilden. Wenn dies geschieht, können die Zellen durch Drüsenzellen ersetzt werden, die denen im Darm ähneln. Solche Zellen können sich krebsartig verändern und sogar zu Speiseröhrenkrebs führen.

Die Symptome, die auf Barrett-Ösophagus hindeuten, sind genaugenommen die gleichen wie bei GERD: häufiges Sodbrennen, Schmerzen in der Brust und Schluckprobleme.

Wenn Sie häufig unter Sodbrennen leiden oder an GERD erkrankt sind, insbesondere, wenn Sie diese Symptome seit mehr als fünf Jahren haben, sollten Sie auf jeden Fall Ihren Arzt zu Rate ziehen.

5. Speiseröhrenkrebs

Wie oben erwähnt, können häufiges Sodbrennen und GERD das Risiko, an Speiseröhrenkrebs zu erkranken, leicht erhöhen. Wie bereits der Name sagt, tritt diese Form von Krebs in der Speiseröhre auf. Sie beginnt in der Regel mit einer Verformung der Zellen, die durch Barrett-Ösophagus hervorgerufen werden kann.

Die Erkrankung verursacht ähnliche Symptome, wie sie für die oben genannten Krankheiten typisch sind, z. B. Schluckbeschwerden, Brustschmerzen, häufiges Husten, schwere Formen von Sodbrennen und verschiedene Verdauungsstörungen.

Wie bereits erwähnt, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen, wenn Sie nicht sicher sind, an welcher Erkrankung Sie leiden, oder wenn Sie glauben, dass Ihre Symptome auf etwas Ernsteres hindeuten könnten.

Beachten Sie, dass die Symptome von Speiseröhrenkrebs in der Regel erst sichtbar werden, wenn der Krebs bereits ein fortgeschrittenes Stadium erreicht hat. Sehen Sie also zu, dass Sie reagieren, bevor es zu spät ist!

Wie man Sodbrennen behandelt

Nun wissen Sie, dass häufiges und langanhaltendes Sodbrennen extrem gefährlich sein kann, da die Belastung durch die Magensäure Ihrem Körper großen Schaden zufügen kann. Natürlich gibt es einige Mittel, die dafür sorgen können, dass Sodbrennen so schnell wie möglich wieder verschwindet.

1. Medikamente

Die erste und offensichtlichste Lösung sind Medikamente. Freiverkäufliche Arzneimittel lindern in der Regel effektiv die Symptome von Sodbrennen, da sie darauf hinwirken, den Säuregehalt im Rachen zu reduzieren.

Wenn Sie jedoch unter chronischem Sodbrennen oder GERD leiden, sollte Ihnen Ihr Arzt stärkere Medikamente verschreiben.

Rücksprache mit einem Apotheker über Arzneimittel.

2. Bessere Ernährung

Oft greifen wir zu Medikamenten, obwohl schon ein paar kleine Ernährungsumstellungen und natürliche Mittel gegen Sodbrennen große Erleichterung bringen würden. Wenn es Sie mit hartnäckigem Sodbrennen zu tun haben, das den ganzen Tag andauert, beginnen Sie ein Ernährungstagebuch zu führen, um zu verfolgen, welche Nahrungsmittel bei Ihnen das lästige Brennen auslösen.

Sodbrennen tritt häufig nach einer scharfen, salzigen oder fettreichen Mahlzeit auf, da diese die Verdauung verlangsamen oder den Speiseröhrenschließmuskel entspannen und somit den Rückfluss von Magensäure ermöglichen können.

Auch größere Mengen von Schokolade, Koffein und Alkohol können die Funktion des Speiseröhrenschließmuskels beeinträchtigten und somit das Aufsteigen von saurem Mageninhalt begünstigen.

Ersetzen Sie Lebensmittel, die zu häufigem Sodbrennen führen können, durch basische Lebensmittel wie grünes Gemüse, Bananen und Melonen, die den sauren Reflux lindern sollten.

3. Änderungen der Lebensweise

Übergewicht erhöht das Risiko an Sodbrennen zu erkranken dramatisch, da mehr Druck auf den Bauch ausgeübt wird, wodurch Magensäure austreten kann. Bekämpfen Sie Ihr Sodbrennen, indem Sie aktiv sind und Ihr Körpergewicht reduzieren. Damit tun Sie auch Ihrem Immunsystem einen Gefallen.

Überdenken Sie auch Ihre Körperhaltung. Eine schlechte Körperhaltung kann ebenso wie Übergewicht Druck auf den Magen ausüben. Achten Sie also darauf, dass Sie zumindest beim Essen aufrecht sitzen. Heben Sie außerdem das Kopfende Ihres Bettes an, um zu verhindern, dass die Magensäure während der Nacht in den Rachen aufsteigt.

4. Natürliches Mineralwasser

Wenn es in der Kehle brennt, gehören Bikarbonate zu den besten Feuerlöschern. Und kein Getränk ist reicher an Bikarbonaten als Rogaska Donat Mg, ein natürliches Mineralwasser, das nicht nur ein großartiges Mittel gegen Verstopfung ist, sondern auch dafür bekannt ist, die Symptome von saurem Reflux effizient zu lindern. Donat Mg neutralisiert die in die Speiseröhre entwichene Magensäure und sorgt somit für schnelle Linderung.

Wenn Sie das Maximale aus der Sodbrennen lindernden Wirkung von Donat Mg herausholen wollen, müssen Sie es richtig trinken. Trinken Sie jeweils 0,1–0,2 l des Mineralwassers, und zwar zimmerwarm und auf nüchternen Magen sowie vor jeder größeren Mahlzeit. Denken Sie daran, dass eine Trinkkur mit Donat Mg mindestens ein paar Tage dauern sollte, um die Heilkräfte des Wassers maximal zu nutzen.

Wann Sie Ihren Arzt aufsuchen sollten

Die oben genannten Vorschläge sind nur einige der Änderungen, die Sie vornehmen können, um Sodbrennen zu reduzieren. Falls trotz allem keine Erleichterung verspüren, sollten Sie unbedingt Ihren Arzt aufsuchen.

Folgende Umstände sollten Sie dazu bewegen, so schnell wie möglich einen Arzttermin zu vereinbaren:

  • schwere Symptome: Wenn Sie unter schweren Anzeichen von Sodbrennen leiden (erschwertes Schlucken, Übelkeit, Blutungen, unerklärlicher Gewichtsverlust, chronischer Husten usw.), sollten Sie einen Arzt aufsuchen, um sicherzugehen, dass die Belastung durch die Magensäure Ihrem Körper keine irreparablen Schäden zufügt.
  • Unsicherheit: holen Sie fachmännischen Rat ein, wenn Sie nicht ganz sicher sind, ob Sie wirklich unter Sodbrennen leiden, es gibt nämlich einige andere Erkrankungen mit sich überschneidenden Symptomen, die auf ernsthaftere Komplikationen hindeuten (z. B. auf einen Herzinfarkt).
  • häufig auftretende Symptome von GERD: Wenn Sie mehr als einmal pro Woche unter Symptomen von GERD leiden, suchen Sie umgehend Ihren Arzt auf, und zwar auch wenn es sich nur um leichte Symptome handelt.
  • regelmäßige Einnahme von rezeptfreien Arzneimitteln: Die regelmäßige Einnahme von rezeptfrei erhältlichen Antazida oder anderen Medikamenten kann gefährlich werden, da sie nur die Symptome bekämpfen, die eigentliche Entzündung jedoch nicht heilen können
  • keine Linderung nach der Medikamenteneinnahme: Wenn die Symptome von Sodbrennen trotz Einnahme verschreibungspflichtiger oder rezeptfreier Medikamente nicht abklingen, konsultieren Sie Ihren Arzt, um der Ursache des Problems auf den Grund zu gehen.
  • Probleme bei der Ausübung Ihrer täglichen Aktivitäten: Falls häufige oder chronische Sodbrennsymptome Ihre täglichen Aktivitäten und Ihren Lebensstil beeinträchtigen, suchen Sie professionelle Hilfe, um das Ganze wieder in den Griff zu bekommen.

Frische Luft und Geselligkeit im Freien helfen gegen Sodbrennen.

Fazit

Es gibt keine eindeutige Antwort auf die Frage, wie lange eine Sodbrennattacke dauert, da die Symptome von nur wenigen Augenblicken bis zu mehreren Stunden oder sogar Tagen anhalten können. Am wichtigsten ist, dass Sie sich merken, dass gelegentliches Sodbrennen in der Regel kein Grund zur Sorge ist und dass Sie es meist schon durch kleinen Änderungen der Lebensweise wieder loswerden können.

Bei häufigem oder chronischem Sodbrennen, das einfach nicht wegzugehen scheint, sollten Sie jedoch lieber früher als später Ihren Arzt aufsuchen. Unbehandeltes Sodbrennen kann nämlich zu ernsthafteren Erkrankungen wie Ösophagitis, Barrett-Ösophagus und sogar Krebs führen. Ihr Arzt wird Ihnen helfen, der Ursache für Ihr Sodbrennen auf den Grund zu gehen, und eine entsprechende Behandlung verordnen, sodass Sie sich nie wieder fragen müssen, wie lange die nächste Säureattacke dauern wird.