Das Verdauungssystem setzt sich aus dem Verdauungstrakt und den Verdauungsdrüsen zusammen. Der Verdauungstrakt ist im Grunde genommen ein langer Schlauch, der aus Mund, Rachen, Speiseröhre, Magen sowie Dick- und Dünndarm besteht. Jedes Organ hat eine wichtige Aufgabe und muss einwandfrei funktionieren, um eine regelmäßige Verdauung zu gewährleisten. Der Körper schöpft Nährstoffe aus der Nahrung, während diese sich durch das Verdauungssystem fortbewegt. Diese Nährstoffe und Energie benötigt er, um normal zu funktionieren. Schon wenn ein Bereich nicht richtig funktioniert, können Probleme mit einer langsamen und unregelmäßigen Verdauung eintreten. Kurzum, das Verdauungssystem ist ein Gefüge von Organen, welche die konsumierte Nahrung verdauen und absorbieren.

Dünn- und Dickdarm spielen im Verdauungsprozess folgende Rolle:

  • Absorption von Nährstoffen
  • Ausscheidung von Gift- und Abfallstoffen
  • Synthese bestimmter Vitamine, ausgeführt von den sogenannten guten Bakterien oder Probiotika

Die letzte Verdauungsphase läuft im Dickdarm ab. Im Dickdarm wird insbesondere Wasser absorbiert, während die Mikroben die Nahrung aufspalten, die der Mensch sonst nicht verdauen könnte. Die Funktion des Dickdarms besteht in der Formung, Aufbewahrung und Ausscheidung des Stuhls. Diese Stoffe halten sich zwischen 12 und 24 Stunden im Dickdarm auf. In der Darmwand sind starke Muskeln, die durch Zusammenziehen den Darminhalt kontrolliert ausscheiden.

Die Vernachlässigung der Verdauungsorgane führt früher oder später zu einer langsamen und unregelmäßigen Verdauung, und das ist alles andere als gut.  Zudem befindet sich ein Großteil unseres Immunsystems im Darm, denn der Darm ist unser größtes Immunorgan. Es heißt also zurecht, dass eine gesunde Verdauung die Grundlage für einen starken Körper ist. Ein gut gepflegtes Verdauungssystem ist für die Gesundheit von entscheidender Bedeutung.

Langsame und unregelmäßige Verdauung – was ist das?

Heute leiden immer mehr Menschen unter einer langsamen und unregelmäßigen Verdauung. Zwar hat jeder seinen eigenen Verdauungsrhythmus, doch spricht man bei erschwertem und unregelmäßigem Stuhlgang, der weniger als einmal täglich stattfindet und von einem Gefühl unvollständiger Darmentleerung und Blähungen begleitet wird, in den meisten Fällen von einer langsamen Verdauung. Obgleich Bewegungsmangel, eine unzureichende Flüssigkeitszufuhr, bestimmte Stoffwechselerkrankungen, die Einnahme bestimmter Medikamente und Stuhlzurückhaltung merklich zu einem unregelmäßigen Stuhlgang beitragen können, scheint der Hauptgrund dennoch darin zu liegen, was wir essen und was nicht.

Eine langsame Verdauung kann häufig zu unnötigen Anstauungen von Schadstoffen im Körper führen, die Effizienz des Immunsystems mindern und die Gesundheit gefährden. Verstopfung und langsame bzw. unregelmäßige Verdauung können die Lebensqualität merklich beeinträchtigen und sogar zu einer geringeren Arbeitseffizienz, Depressionen und Angstgefühlen führen. Dieses weitverbreitete Problem wirkt sich stark auf unsere Gesundheit und Lebensqualität aus.

Unser Darm ist ein sehr komplizierter Mechanismus, dem die heutige Lebensweise gar nicht guttut. Alle Schadstoffe, denen wir durch Nahrung, Getränke, Medikamente und Umwelt ausgesetzt sind, wirken sich negativ auf die Funktion unseres Verdauungssystems aus. Zur Linderung chronischer Probleme und zur Stärkung des Organismus muss der Darm täglich angeregt werden, um angesammelte Schadstoffe rechtzeitig loszuwerden.