Eine gesunde Verdauung ist für ein gesundes Leben von immenser Wichtigkeit. Schon Hippokrates sagte: „Alle Krankheiten beginnen im Darm.“ Mit der Verdauung und den Verdauungsprozessen erhält der Körper die Energie und Nährstoffe, die er braucht, um normal funktionieren zu können. Nach dem Essen benötigt die Nahrung zwischen sechs und acht Stunden, um durch den Magen und den Dünndarm zu wandern. Danach tritt sie in den Dickdarm ein, wo die letzte Verdauungsphase stattfindet. Durch den Dickdarm scheidet der Körper Abfallstoffe und unverdaute Nahrungsreste aus. Deshalb ist es von immenser Wichtigkeit, für eine regelmäßige Verdauung zu sorgen.

Viele Leute klagen häufig wegen unterschiedlicher Beschwerden. Jeder hat irgendein Leiden, nimmt Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel ein, fühlt sich schlecht oder ist unzufrieden, und nicht selten werden diese Beschwerden auf das Wetter, auf Stress oder auf Müdigkeit geschoben. Ein Körnchen Wahrheit steckt schon darin, doch wird bei der Ursachensuche allzu oft die Verdauung vergessen. Eine schlechte und verlangsamte Verdauung und Verstopfung sind Probleme, die heute die meisten Menschen kennen. Eine schlechte Verdauung kann häufig zu unnötigen Anstauungen von Schadstoffen im Körper führen, die Effizienz des Immunsystems mindern und die Gesundheit gefährden. Sie hat auch großen Einfluss auf die Lebensqualität.

Der Darm ist ein sehr komplizierter Mechanismus, dem die heutige Lebensweise gar nicht guttut. Alle Schadstoffe, denen wir durch Nahrung, Getränke, Medikamente und Umwelt ausgesetzt sind, wirken sich negativ auf die Funktion unseres Verdauungssystems aus. Häufig hört man, dass Verstopfung eine Zivilisationskrankheit sei, doch ist Verstopfung keine Krankheit, sondern ähnlich wie eine erhöhte Körpertemperatur, ein Symptom. Eine Verstopfung kann verschiedene Ursachen haben. Zur Linderung chronischer Beschwerden und zur Stärkung des Organismus muss die Darmfunktion täglich angeregt werden.

Verstopfung zählt heute zu den häufigsten gastrointestinalen Störungen, und zwar nicht nur bei Erwachsenen sondern auch bei Kindern. Entscheidend ist, das Problem rechtzeitig zu erkennen und seine Lösung so schnell wie möglich anzugehen. Sobald klar ist, ob es sich um eine organische oder eine funktionelle Verstopfung handelt, verschreibt der Arzt eine entsprechende Behandlung. In den meisten Fällen, insbesondere bei einer funktionellen Verstopfung, ist der erste Behandlungsschritt eine Änderung der Essgewohnheiten, gefolgt vom Einsatz osmotischer Abführmittel. Die Behandlung von Verstopfung muss allmählich stattfinden und das Problem aktiv angegangen werden.