Blähungen (auch Meteorismus genannt) sind eine übermäßige Ansammlung von Luft im Verdauungstrakt – ein häufiges und äußerst unangenehmes Problem. Wenn Sie gleich nach dem Essen ein Völlegefühl, Bauchschmerzen und Druck im Darm sowie zeitweilig ein Gefühl von Druck in der Brust oder Magenkrämpfe verspüren, dann handelt es sich mit ziemlicher Sicherheit um Blähungen.

Blähungen werden häufig als Völlegefühl oder Blähbauch beschrieben. Manchmal werden sie von Darmwinden und Durchfall begleitet, es kann aber auch zu Bauchschmerzen und Schmerzen im unteren Rückenbereich kommen.

So wie die meisten funktionellen Verdauungsstörungen, sind auch Blähungen für gewöhnlich auf das heutige schnelle Lebenstempo und eine ungesunde Ernährung zurückzuführen. Die häufigsten Ursachen für Blähungen:

  • Zeitmangel
  • der übermäßige Genuss von Fast Food
  • falsche Ernährung
  • zu schnelles Essen bzw. unzureichendes Kauen
  • funktionelle Verstopfung

In den meisten Fällen können Blähungen durch eine Änderung der Lebensweise und Ernährung behoben werden. Wichtig ist, zu lernen, richtig zu atmen und gründlich zu Kauen. Viele greifen zu Medikamenten gegen Blähungen, die aber nur zeitweilig Erleichterung bringen, da sie nicht an der Wurzel des Problems, sondern bei den Folgen ansetzen.

Wie verhindert man Blähungen?

Die gute Neuigkeit ist, dass Blähungen in den meisten Fällen verhindert werden können, es sei denn, die Gründe liegen in einer Erkrankung, die behandelt werden muss. Das bedeutet, dass bei funktionellen Zuständen die Prävention insbesondere auf die Änderung der Lebensweise und Ernährung ausgerichtet ist.  Besonders wichtig ist es, für eine geregelte Verdauung, d. h. für eine regelmäßige Stuhlentleerung zu sorgen. Ballaststoffreiche Lebensmittel müssen in die Ernährung aufgenommen werden. Da dies anfangs eine Verschlechterung der Symptome hervorrufen kann, müssen diese Lebensmittel schrittweise eingeführt werden. Manche Experten sind der Meinung, dass auch die richtige Kombination von Lebensmitteln eine gute Möglichkeit sind, um Blähungen zu verhindern. Das bedeutet, zu Fleisch statt Kartoffeln, Reis und Nudeln nur Gemüse zu essen. Besteht die Mahlzeit zum Großteil aus Kohlehydraten, gilt es wiederum, kein Fleisch sondern nur Gemüse dazu zu essen.

Erste Hilfe – Pflanzen, die Blähungen entgegenwirken

Manche Pflanzen und Gewürze sind reich an ätherischen Ölen, die beruhigend auf die Verdauungsorgane wirken und als Mittel gegen Blähungen angewandt werden können. Die Rede ist von sog. Karminativa, deren Wirkung auf der Anregung der Ausscheidung der Verdauungsenzyme beruht. Je besser die Nahrung verdaut wird, desto weniger „Materie“ bleibt für die gasproduzierenden Darmbakterien übrig. Zu den erwähnten Pflanzen zählen insbesondere Anis, Kümmel, Fenchel, Basilikum, Ingwer, Minze und Zimt. Empfehlenswert ist, diese nach der Mahlzeit zu genießen.

Bestimmte Pflanzen sollten hingegen vor dem Essen eingenommen werden, um Blähungen zu verhindern. Dies gilt für bitterstoffreiche Pflanzen, wie Löwenzahn, Artischocke und Beifuß.

Kurz gesagt, Blähungen sind eine häufige Plage, die jedoch durch eine minimale Änderung unserer Lebens- und Ernährungsgewohnheiten verhindert werden kann.

Einfache Tipps, um Blähungen zu vermeiden

  • für eine geregelte Verdauung sorgen
  • ballaststoffreiche Lebensmittel schrittweise in die Ernährung aufnehmen, oder mehrmals täglich in geringen Mengen einnehmen
  • kohlensäurehaltige Getränke meiden
  • langsam essen und trinken; gründlich kauen
  • mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilen
  • während des Essens weniger reden
  • nach der Mahlzeit (wenn irgend möglich) einen kurzen Spaziergang machen

Wenn eine Umstellung des Lebensstils und der Ernährung nicht hilft, können den Blähungen auch in einer Laktose- und Fructoseintoleranz oder eine Störung der Leber- oder Gallenfunktion zugrunde liegen. Blähungen können auch als Folge der Einnahme bestimmter Medikamente auftreten. Wenn Sie feststellen, dass Ihnen nichts hilft, oder dass die Blähungen von anderen Symptomen begleitet werden, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, um der wahren Ursache auf den Grund zu gehen.